Passendes Shirt für Outdoorabenteuer im Hochsommer.
VORTEILE
- Sehr luftig
- Hoher UPF Schutz trotz heller Farbe (Lightgray)
- Passt optisch perfekt zum Abenteuerurlaub
- Mit etwas Wind tatsächlich schön kühlend
- Leicht und stretchig
- Lebenslanges Reparaturversprechen (Nachhaltig)
NACHTEILE
- Sehr teuer (195€ UVP)
- Stoff fühlt sich etwas empfindlich an (habe es aber nicht getestet!)
- Größenfindung etwas schwierig
BEWERTUNG
Vorab zu mir:
Ich habe das ThruDark Orion Shirt in der Farbe Lunar Gray von Outside Stories als Outside Stories Tester zum Testen bekommen. Auch analog zur Charge Shorts 2 hätte ich mir das Shirt vermutlich für rund 195 Euro nicht selbst gekauft.
Ich bin 1,95m groß und recht sportlich gebaut. Ich habe im Shirt Gr. L (Brust 107cm). Größere Größen sind nicht länger nur breiter im Brustbereich.
Angedachter Zweck
Was habe ich mit dem Shirt gemacht? Ich habe das Shirt während der Testzeit vor allem dazu genutzt, an heißen Tagen die Wohnung zu verlassen und kleinere Wanderungen zu machen. Da ich Hundebesitzer bin, muss ich relativ häufig vor die Tür, auch wenn einem das Wetter nicht unbedingt zusagt. Das gilt natürlich auch bei sonnigen Tagen.
Laut Webseite ist das verwendete Material "DarkMatr™":
Dieser DarkMatr™ Ripstop-Stoff mit 4-Wege-Stretch, feuchtigkeitsableitender und kühlender Behandlung für Leistung bei warmem Wetter. UPF50 bewertet für maximalen Sonnenschutz.
Was ist das für ein Produkt?
Das Orion-Hemd ist aus meiner Sicht ein Zwischending. Es fühlt sich an wie ein Langarmshirt aus Kunstfaser, hat aber gleichzeitig Ähnlichkeiten mit einem Hemd. Letzten Endes ist es irgendetwas dazwischen, das man bei extrem heißen Temperaturen und hoher UV-Belastung trägt.

Erster Eindruck:
Die Druckknöpfe des Hemdes machen einen sehr hochwertigen Eindruck.

Sämtliche Reißverschlüsse stammen von YKK. Hier wird auf bewährte Qualität gesetzt.

Das Logo von ThruDark (beide Schultern und auf der Brust) ist auf dem Hemd sehr dezent eingefasst und reflektiert schön in der Sonne. Ich finde, das ist stylisch gelöst.

Ich habe das Shirt meistens ohne etwas darunter getragen, da mir die sommerliche Hitze einfach zu hoch war. Da es in Deutschland aktuell um die 40 Grad hat, bot sich das Shirt perfekt für Sommerwanderungen an.
Das Shirt trägt sich grundsätzlich sehr bequem und bringt etwas . Durch den hohen Kragen, der sich hochklappen und anschließend fixieren lässt, hat man bis hoch in den Nacken einen hervorragenden Sonnenschutz.
Obwohl das Shirt etwas dicker ist, als man es beispielsweise von einem Leinenhemd gewohnt ist, ist es dennoch recht atmungsaktiv. Insbesondere wenn man die Taschen öffnet – in den Taschen befindet sich Mesh-Gewebe –, kann dort Luft eindringen. Zusammen mit der rückseitigen Belüftung ist das Shirt echt angenehm zu tragen.

Teilweise hatte ich sogar das Gefühl, dass ich bei ca. 20 Grad und Wind im Schatten etwas gefröstelt habe (alle Taschen geöffnet).
Ich möchte an der Stelle sagen, dass ich den hohen Kunstfaseranteil durchaus gemerkt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich in dem Shirt überhaupt nicht geschwitzt habe. Ich kann das gar nicht so richtig beschreiben, da das Shirt leicht auf meiner Haut geklebt hat, aber dennoch jeden Luftzug gut durchgelassen hat. Klar ist aber auch: Bei Temperaturen um die 40 Grad gibt es eigentlich keine Kleidung, mit der man die Hitze gar nicht wahrnimmt.
Wenn man sich jedoch entscheidet, bei solchen Temperaturen unterwegs zu sein, dann ist das ThruDark Orion Shirt aus meiner Sicht eine relativ gute Lösung.
Meine Baumwollshirts die ich alternativ zum Oryon Shirt anhatte, waren nach 2 Minuten meistens voller Schweißflecken.
In den Taschen lassen sich gut Sachen verstauen, ohne dass das Shirt wirklich groß aufträgt. Zudem hat das Shirt nicht nur einen hohen UV-Schutz von UPF 50. Laut Hersteller sollen dadurch 98 % der schädlichen UV-Strahlen blockiert werden.
Zum Vergleich, ein normales weißes Baumwollshirt hat je nach Webart und Dicke etwa einen UPF von 10-20 (Quelle: https://www.melanominfo.com/post/uv-kleidung-oder-reicht-auch-ein-t-shirt).
Es hat mich außerdem mehrfach davor geschützt, von Mücken gestochen zu werden, während meine Begleitung in derselben Zeit relativ schnell mehrere Mückenstiche hatte.

Obwohl ich das Shirt dreimal bei etwas längeren Touren getragen habe, hat es anschließend nicht nach Schweiß gerochen.
Das Shirt ist für mich kein typisches Sommeroutfit für die Stadt ist. Ich finde, optisch passt das Shirt eher zu einer Tropenexpedition, als damit stylisch durch die Stadt zu laufen. Es ist jedoch auch nicht so außergewöhnlich, dass es negativ auffällt.
Fazit
Aus meiner Sicht schließt das Orion-Hemd eine eher nischige Lücke für extreme Hitze und starke Sonneneinstrahlung.
Braucht man es unbedingt? Aus meiner Sicht muss man sich zunächst die Frage stellen, ob man sich bei extremer Hitze überhaupt länger draußen aufhalten möchte. Wer gerne im Hochsommer Bergtouren oder längere Strecken mit hoher Sonneneinstrahlung macht, findet im Oryon Shirt das passende neue Oberteil.
Optisch passt das Oryon Shirt perfekt zu einem Karibikurlaub, einem Mittelamerika-Urlaub oder auch einem Wüstentrip passt.